Gefühle umgeben von Sand und Meer – Wanderdünen

 

Weich. Unbeschwert. Frei. Losgelassen. Barfuß.

Sie setzt einen Fuß vor den anderen und nähert sich immer mehr dem Ziel. Ein langer Weg, mit vielen Steinen. Hindernisse. Menschen. Gefühle. Der Weg ist nicht leicht. Aber sie hat den Willen, es zu schaffen. Weil sie stark ist. Stark. Mutig.

Ein hoher Berg ist der Anfang. Der Anfang von etwas ganz Großem. Vielleicht wird es das Große? Das Größte? Mal abwarten. Aller Anfang ist schwer. Dieser hier, scheint besonders schwer. Und wieder setzt sie einen Fuß vor den anderen. Mit Vorsicht und Bedacht. Man sollte nie zu voreilig sein. Ihre Füße streifen durch den warmen Sand. Die Sonne wandert immer weiter und die Zeit vergeht wie im Flug. Bald schon ist es geschafft. Am Berg angekommen, scheint es noch nicht das Ende zu sein. Ein Ausblick an Möglichkeiten. Hunderte. Tausende. Befreiend viele. Welche wird sie wählen? Die einfachste? Warum einfach, wenn’s auch schwer geht.

Also. Ein weiterer Berg. Vielleicht zeigen sich noch mehr Möglichkeiten. Und wieder setzt sie einen Fuß vor den anderen. Immer noch mit Vorsicht und Bedacht. Aber etwas mutiger. Sie traut sich mehr. Sie hat daraus gelernt. Schließlich wird sie schneller. Es scheint schon leichter, als beim ersten Berg. Ihr Körper bewegt sich Stück für Stück, ihrem Ziel näher. Denn das ist doch das, was zählt. Also weiter. Ein Hindernis nach dem anderen erschlägt sie. Menschen. Worte. Gedanken. Aber sie kommt damit zurecht. Sie steht da drüber. Weil sie es will. Somit ist sie fast am Ziel angekommen. Erschöpft. Aber stolz.

Sie genießt den Augenblick. Ein Ausblick an Möglichkeiten. Worte. Menschen. Alles scheint so riesig zu sein. Ihre Gedanken schweifen umher. Von einem Punkt zum anderen. Richtige Gedankensprünge. Ja? Nein? Oder vielleicht doch?

Angekommen. Es fühlt sich.. gut an. Endlich am Ziel angekommen.

Weich. Unbeschwert. Frei. Losgelassen. Barfuß.

 

 

 

 

Vor kurzem waren wir an der polnischen Ostseeküste und haben einen Ausflug nach Łeba gemacht. Da sind wir zu den Wanderdünen gefahren und haben dort ein bisschen Zeit verbracht. Diese wird auch „Polnische Sahara“ genannt, da man das Gefühl bekommt in einer Wüste zu sein. Da oben ist es wirklich sehr windig, wordurch der Sand ständig in Bewegung ist und sich somit jährlich um neun bis zehn Meter verlagert. Wenn man ganz oben steht kann man bis auf das Meer blicken, was wirklich ein atemberaubender Ausblick ist. Ich kann es jedem nur weiter empfehlen und werde selbst auch auf jeden Fall nochmal dorthin fahren.

 

xoxo, Nadine

13 comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.